ADHS ohne Medikamente behandeln bei Kindern
26.3.2021

ADHS ohne Medikamente behandeln bei Kindern

Veröffentlicht am Apr 20, 2021 / Tipps für Eltern

Eine Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) wird in der heutigen Zeit immer öfter und mitunter vorschnell diagnostiziert. Verantwortlich für die Störung ist i. d. R eine Veränderung des Stoffwechsels im Gehirn. Eine Beeinträchtigung lässt sich insbesondere bei der Signalübertragung durch den Neurotransmitter Dopamin feststellen. Auch der Botenstoff Noradrenalin steht im Verdacht, beteiligt zu sein. Zur Behandlung verschreiben Ärzte und Psychiater häufig starke Medikamente wie Ritalin oder andere Psychostimulantien. Es gibt aber auch verschiedene Möglichkeiten, ADHS ohne Medikamente zu behandeln bei Kindern.

Konsequenz, Lob und Zuwendung

ADHS wird nicht durch Fehler in der Erziehung ausgelöst, wie viele Eltern irrtümlich glauben. Jedoch äußern sich die Symptome vermehrt dann, wenn das Umfeld des Kindes ihm keine ausreichende Stabilität bietet. Klare Regeln, Konsequenz, ein ruhiges Umfeld und vor allem Lob für positives Verhalten ist daher sehr wichtig.

Homöopathie

Der Erfolg einer homöopathischen Behandlung konnte kürzlich in einer Berner Studie wissenschaftlich belegt werden. Um mit dieser Methode erfolgreich sein zu können, benötigt es aber Zeit. Homöopathie ist generell nicht zur Akutbehandlung geeignet.

Kognitives Verhaltenstraining

Bei diesem vielversprechenden Training werden Methoden erlernt, wie das Kind sein Gedächtnis, seine Gedanken und sein Verhalten kontrollieren und gezielt steuern kann. Auch Eltern können sich einige Techniken aus dem Verhaltenstraining aneignen. Dabei werden unterschiedliche Verhaltensänderungen durch die Kombination mehrerer Maßnahmen angestrebt.

Ergotherapie

In der Ergotherapie werden zugleich Tast-, Gleichgewichts- und Hörsinn gefördert. Das Ziel ist es, die Selbständigkeit und Unabhängigkeit im Alltag zu fördern.

Ernährungsumstellungen

Ob und in welchem Zusammenhang die Ernährung eine AHDS- Symptomatik beeinflussen kann, wird kontrovers diskutiert. Besteht der Verdacht einer durch Nahrungsmittel induzierten Symptomatik, kann die so genannte oligoantigene Diät ausprobiert werden. Das Prinzip beruht darauf, das Kind für drei bis vier Wochen mit einer Grundnahrung zu versorgen. Diese besteht aus wenig allergenen Nahrungsmitteln. Ein Anzeichen für eine Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Lebensmitteln lässt sich dadurch bestätigen, wenn sich eine Besserung der Symptomatik einstellt. Durch die Wiedereinführungsphase, in der wöchentlich ein Nahrungsmittel wieder in die tägliche Kost integriert wird, können die verantwortlichen Nahrungsmittel anschließend identifiziert werden.

Neurofeedback

Die Kinder lernen durch diese Therapie bewusst ihre Hirnaktivität zu beeinflussen. Dabei werden am Computer Comicfiguren über ihre ausgelesenen Hirnwellen bewegt. Das Verfahren dient dazu, die Konzentration der Patienten zu fördern.
Bewegung
Ein Symptom von ADHS ist häufig ein überdurchschnittlich starker Drang nach Bewegung. Sport wird daher i. d. R. als sehr hilfreich empfunden. Die regelmäßige Bewegung ist zudem wichtig für die körperliche Entwicklung und Gesundheit.


Quellen:
https://www.wireltern.ch/artikel/es-muss-nicht-immer-ritalin-sein-251
https://www.gesundheitsinformation.de/was-kann-kindern-und-jugendlichen-mit-adhs-helfen.html
http://www.deutsche-therapeutenauskunft.de/therapeuten/ergotherapie/was-ist-ergotherapie/
http://www.adhs-deutschland.de/Home/ADHS/Ernaehrung/Nahrungsmittelinduzierte-ADHS-Symptomatik-1.aspx, https://fet-ev.eu/oligoantigene-diaet/
https://www.wireltern.ch/artikel/es-muss-nicht-immer-ritalin-sein-251
https://www.gesundheitsinformation.de/was-kann-kindern-und-jugendlichen-mit-adhs-helfen.html

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