Die Schul-Cloud: Digitales Lernen für Schüler
13.4.2021

Die Schul-Cloud: Digitales Lernen für Schüler

Veröffentlicht am Apr 20, 2021 / Politik

Chance einer Schul-Cloud: digitales Lernen für Schüler produktiv verstetigen

Die Pandemie hat deutlich gemacht, wie wichtig digitale Kompetenzen im Alltag sind. Viele Bildungseinrichtungen hinken allerdings besonders hinterher. Eine leistungsstarke Schul-Cloud als Herzstück ist eigentlich unverzichtbar, fehlt aber vielerorts noch immer. Erfolgreiches digitales Lernen funktioniert nur mit ihr. Sie bietet die Chance, digitales Lernen erfolgreich zu gestalten. Zudem gibt es Förderungen für die Anschaffung. Wichtig ist es, die Planung des Einsatzes der Cloud mittel- und langfristig anzulegen.

Einfach verständlich erklärt: Was ist eine Schul-Cloud?

Eine Schul-Cloud ist ein Online-System, das aus Datenbanken und Anwendungen besteht. Es kann von unterschiedlichen Standorten genutzt werden. In den Datenbanken befinden sich Unterrichtsmaterialien für Schüler und Lehrer. Anwendungen ermöglichen beispielsweise den Unterricht im virtuellen Klassenzimmer oder Online-Nachhilfe per Videochat. Eine Schul-Cloud transportiert vereinfacht gesagt alle Prozesse, die eigentlich in der Bildungseinrichtung ablaufen, ins Netz und macht sie standortunabhängig. Nutzern steht es dabei frei, wie viel sie von diesen Angeboten wahrnehmen. In "normalen" Zeiten sind beispielsweise Unterrichtsmaterialien wichtiger als das virtuelle Klassenzimmer.

Finanzielle Förderung einer Schul-Cloud: digitales Lernen für Schüler über die Pandemie hinaus

Verschiedene staatliche Programme wie z.B. der "DigitalPakt Schule" fördern die Bereitstellungen von Schul-Clouds sowie die Anschaffung geeigneter Endgeräte. Sie begegnen damit der Furcht, dass diese nicht finanzierbar sind. Bedingung ist allerdings, dass die Mittel dafür dienen, die digitalen Kompetenzen der Schüler auch mittel- und langfristig zu fördern. Dies bedeutet, dass die Cloud über die Pandemie hinaus produktiv sein muss.

Beispielsweise das Land Mecklenburg-Vorpommern kann diese doch recht abstrakt klingende Anforderungen mit Leben füllen. Es definiert Cluster für digitale Kompetenzen, beispielsweise:

• Recherche, Verarbeitung, Aufbewahrung
• Produktion und Präsentation
• Kommunikation und Kooperation
• Problemlösung und Handlungsfähigkeit
• Schutz und sicheres Agieren
• Analyse und Reflexionen


Eine leistungsstarke Schul-Cloud unterstützt alle Cluster. Kommunikation und Kooperation werden beispielsweise in virtuellen Räumen trainiert. Die in der Cloud abrufbaren Medien und Materialien dienen der Produktion eigener Arbeiten. Diese können online präsentiert werden. Automatisch erfolgt so eine Schulung der Problemlösungs- und Handlungskompetenzen. Analyse und Reflexion geschehen nachlaufend, um den eigenen Arbeitsprozess zu optimieren.

Abschließend: Ängste vor einer Schul-Cloud bewahrheiten sich in der Regel nicht

Viele Ängste vor dem Einsatz einer Schul-Cloud drehen sich aber nicht nur um die Finanzierung. Es besteht beispielsweise auch die Furcht vor Überforderung. Solche Bedenken bewahrheiten sich in aller Regel jedoch nicht. Die Cloud wird von Experten eingerichtet und gewartet. Diese schulen bei Bedarf auch die Lehrkräfte in der Nutzung.


Quellen:
https://www.bmbf.de/de/wissenswertes-zum-digitalpakt-schule-6496.php
https://www.bildung-mv.de/schule-digital/rahmenplan-digitale-kompetenzen/
https://www.schulministerium.nrw/themen/schulentwicklung/lehren-und-lernen-der-digitalen-welt
https://www.bmbf.de/de/die-schul-cloud-digitale-lernangebote-fuer-den-unterricht-7479.html

Empfehlungen für dich